Vortrag Deirdre McCloskey 17.10.

In wirtschaftswissenschaftlichen Theorien dominiert die Vorstellung, dass sich Ideen durchsetzen, wenn sie rentabel sind. In dem Vortrag „Humanomics: Merging Samuelsonian Economics, Austrian Economics and Die Geisteswissenschaften“ kritisiert McCloskey diese Vorstellung und schlägt vor, die Rolle von Sprache, Überzeugungskraft und Bedeutung von Sprache in ökonomischen Theorien einzubeziehen. Nur so könnten zentrale Ereignisse und Wandlungsprozesse wie die Industrielle Revolution erklärt werden.

Deirdre McCloskey ist Professorin für Ökonomie, Geschichte, Englisch und Kommunikation an der University of Illinois at Chicago und gilt als eine der profilitiersten kritischen Ökonomie-Professor*innen unserer Zeit. Bekannt geworden ist sie u.a. durch ihr Buch „Rhetorics of Economics“, in dem sie analysiert, mit welchen rhetorischen Mitteln und Metaphern ökonomische Modelle ausgestattet sind.

Der Vortrag findet im Rahmen des Forschungskolloquiums zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Institute für Geschichtswissenschaften (Prof. Alexander Nützenadel) und für Wirtschaftsgeschichte (Prof. Nikolaus Wolf) statt und wird vom Institut für Deutsche Literatur (Prof. Joseph Vogl), dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und WasIstÖkonomie unterstützt und mitorganisiert.

Ort: Raum 220 der WiWi-Fakultät der HU Berlin (Spandauer Straße 1, S-Bahn Hackescher Markt)
Zeit: 16 Uhr (c.t.); 17. Oktober 2014